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Radfahren und Fahrradtouren im Ruhrgebiet
Wie attraktiv ist das Ruhrgebiet für den Radfahrer?


historisches RuhrgebietDas Ruhrgebiet und seine angrenzende Umgebung bietet eine vielseitige Möglichkeit mit dem Rad unterwegs zu sein. Die einst überwiegende Schwerindustrie die noch bis in den 1990er Jahren vorhanden war, ist der Natur, der Kleinindustrie sowie der Innovations-Industrie gewichen. Mittlerweile hat das Ruhrgebiet mit seinen ca. 5 Mill. Einwohnern einen starken Wandel hinter sich gebracht, einen Neustart von der Schwerindustrie zur Symbiose zwischen Natur, Kultur und Wirtschaft geschaffen. Durch diesen Wandel, hat das Radfahren im Ruhrgebiet einen besonderen Reiz bekommen. Es wurden und es werden weiterhin zahlreiche Radwege erschaffen und vorhandene Radwege weiter ausgebaut.
2022 soll es soweit sein, das die bekannteste Route der "Rs1" (Radschnellweg) fertig gestellt sein soll. Ein Radweg, von Hamm nach Duisburg auf 100 KM Länge quer durch dem Ruhrgebiet und fasst Kreuzungsfrei. Leider gibt es immer wieder Verzögerungen beim Weiterbau, so dass der Termin, so glaub ich, nicht gehalten werden kann. Ich gehe von einer Fertigstellung nicht vor 2027 aus.

IndustriekulturAus den Industrieanlagen wurden Industrieparks. Aus dem Industriegelände wurden Landschaftsparks oder Wohnanlagen. Aus der Bahntrasse wurde die Fahrradstraße. In vielen Ortschaften wurden mittlerweile Radfahrspuren angelegt.
Für jeden Typ von Radfahrer findet man eine Möglichkeit sich mit dem Rad durch das Ruhrgebiet zu Bewegen. Egal, ob man mit dem Rennrad, mit dem Treckingrad, mit einem Mountainbike oder mit dem Pedelec unterwegs ist, man kann seine Freizeit, seinen Sport oder den beruflichen Weg gut fahren.

BahntrassenradelnAus dem Ruhrgebiet heraus führen einige Fahrradrassen in das angrenzende Umland. Südlich vom Ruhrgebiet führen Radwege in das bergischen Land mit einer leichten Steigung und nördlich führen die Radweg in das flache südliche Münsterland. Westlich vom Ruhrgebiet geht es ins Rheinland und östlich  in das angrenzende Sauerland oder in die Soester Börde. Die angrenzende Bereiche sind ohne Probleme und ohne großem Verkehrsaufkommen gut erreichbar. Genauso, ist der Ruhrtalradweg mit seinen Stauseen ein sehr beliebtes Ausflugziel sowie die Radwege an den Schifffahrtskanälen. Wem die Strecken für eine Tagestour doch zu lang sein sollte, der kann das gute Schienennetz nutzen oder als Alternative den Fernbus. Mit dem Fernbus muss man beachten,  dass die Mitnahme von Fahrrädern begrenzt ist.

Für den Rennradfahrer ist das fahren über den Bahntrassen und auf dem gut ausgebauten Straßenverkehrsnetz attraktiv. Nachteil ist der dichte Straßenverkehr zu den Stoßzeiten mit dem häufigen Ampelverkehr. Ortskenntnisse, ist da von Vorteil um den Verkehr zu umgehen. Mit dem Treckingrad oder mit dem Pedelec gilt im Prinzip das selbe wie mit dem Rennrad nur mit dem Vorteil, das man auch nicht befestigte Radwege die nicht unbedingt  für Rennräder geeignet sind nutzen kann.

Schurenbachhalde in EssenHighlite für die Mountainbiker und für die Downhiller sind Waldgebiete auf speziell freigegebene Mountainbikestrecken. Genauso interessant sind für die Downhiller und Dirtybiker die Abraumhalden  "Haniel" in Bottrop, "Hoppenbruch und Hoheward" in Herten, "Rheinelbe" in Gelsenkirchen, "Großes Holz" in Bergkamen oder die "Schurenbachhalde" in Essen. Sie sind bekannt für ihre wilden Abfahrten durchs Gelände und offiziell freigegebene Halden für diese Zwecke.

Wenn man bedenkt, dass das Ruhrgebiet aus ca. 60% Grünflächen und Landwirtschaft besteht, nur zu 37% bebaute Flächen hat und über ca. 3% Wasserwege verfügt, ist der Name "Ruhrgebiet" berechtigt. Das Ruhrgebiet hat nichts mehr mit der einst Schwerindustrie oder nichts mehr mit der Bezeichnung "Ruhrpott" gemeinsam. Der Name Ruhrpott, hat aber für das Ruhrgebiet eine historische und geschichtliche Berechtigung und sollte auch so bleiben.